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Literarischer Salon
Bücher im Gespräch am 10. Mai und 21. Juni


Im Frühjahr 2022 bietet der Literaturverein Münster e.V. mit zwei Jahren Verspätung und aktualisiertem Programm eine neue Veranstaltungsreihe an: Literarischer Salon – Bücher im Gespräch. Er knüpft damit locker an Traditionen der Salonkultur, der literarischen Zirkel oder Kaffeehausgespräche an. Bei den Treffen werden Erfahrungen mit Büchern ausgetauscht und Formen von Geselligkeit, Literaturkritik und Streitlust praktiziert. Das Publikum ist eingeladen, mit den Moderatoren und dem Gast des Abends kontrovers und nicht-akademisch über Literatur zu diskutieren oder sich zur Lektüre anregen zu lassen.

Ausgewählt werden, zu einem vorab festgelegten Thema, deutschsprachige und internationale (bereits übersetzte) Buchpublikationen der letzten Jahre; außerdem ist geplant, ab Herbst 2022 im Rahmen thematischer Abende auch Klassiker »wiederzulesen«. Die in einem regelmäßigen Rhythmus angebotene Veranstaltungsreihe möchte ältere und jüngere Leser und Leserinnen miteinander ins Gespräch bringen.

Als Veranstaltungsort ist für den 10. Mai und den 21. Juni (20h – 21h30, Einlass ab 19h30) das Café »Herr Sonnenschein« (Nebenraum), Königsstraße 43, reserviert. Der Eintritt beträgt für Mitglieder 5 Euro (als Gutschein für das erste Getränk), für Nicht-Mitglieder 10 Euro (davon 5 Euro als Gutschein), für Studierende kostenloser Eintritt (Getränke/Essen müssen hier individuell bezahlt werden).

Folgendes Programm, für das der ROSTA-Buchladen, Aegidiistraße 12, die Bücher vorrätig haben wird, ist für die ersten beiden Abende vorgesehen:

++ Literarischer Salon - Bücher im Gespräch ++

10. Mai: Yasmina Reza, Serge (Paris, Flammarion, 2021; Übersetzung von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel. München, Carl Hanser Verlag, 2022)

Moderation: Prof. Dr. Walburga Hülk-Althoff und Prof. Dr. Christian v. Tschilschke Als Gast: Dr. Martin Ebel (Tagesanzeiger Zürich, Literaturclub des Schweizer Fernsehens)

Yasmina Reza, eine der erfolgreichsten Theaterautorinnen der Welt, schreibt auch Reportagen, Essays und Romane. Ihr Familienroman Serge erzählt aus dem Leben der jüdischen Pariser Familie Potter. Nach dem Tod ihrer Mutter fahren die drei Kinder, Serge, Jean (der Erzähler) und Nana, alle um die 60 Jahre alt, zusammen mit Serges Tochter Joséphine nach Auschwitz. Die dortigen Erlebnisse überraschen sie, nicht nur die Tatorte und Zeugnisse der Shoah sind verstörend. Hier bricht auf, was die Familie, was Geschwister und Generationen zusammenhält und trennt: Einerseits Erinnerungen, Sorgen, jüdische Gemeinsamkeiten, andererseits Großspurigkeit, Nachlässigkeit, Verachtung. Ernüchtert, mit klarerem Blick auf die Dinge des Lebens kehren die Reisenden nach Paris zurück. Das Ende der Geschichte ist offen, aber als die Geschwister wieder zueinanderfinden, machen sie sich gefasst auf eine düstere Zukunft, zumindest für einen von ihnen. Keine lustige Geschichte. Und doch zum Schreien komisch. Wie kann das sein?


21. Juni: Abdalrazak Gurnah, Das verlorene Paradies
Nähere Informationen folgen


Vorverkauf:
ROSTA Buchladen, Aegidiistr. 12, 48143 Münster - buchladen@rosta-online.de -
Tel: 0251-44926
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10-18.30 Uhr, Sa: 10-15 Uhr