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Walburga Hülk


Victor Hugo. Jahrhundertmensch
Moderierte Lesung am 27. Februar 2025


Hunderttausende feierten am 26. Februar 1881 auf den Straßen von Paris den 79. Geburtstag einer Iko. Die Avenue d'Eylau, die bald in Avenue Victor Hugo umbenannt werden sollte, war erfüllt von den Rufen der Menge "Vive Victor Hugo! Vive la République!" Wer so bejubelt wird, dessen Leben kann keineswegs nur eine Sache des Papiers sein. Walburga Hülk erzählt von Schicksal und Mythos des grand homme Victor Hugo als Intellektuellen, Schriftsteller und vielfach begabtem Künstler – und von seinen Visionen und Widersprüchen. Er liebte Pomp und Pathos, in seinen Büchern aber, allen voran "Les Misérables", die zu Klassikern der Populärkultur wurden, erzählt Victor Hugo vom ganzen Leben. In der Biografie Victor Hugos zeichnet Walburga Hülk das Bild eines Menschen und Autors zwischen Freiheit und Exil – das zugleich die Geschichte Frankreichs im 19. Jahrhundert birgt.


Walburga Hülk-Althoff, 1953 in Münster geboren, studierte Romanistik und Germanistik in Münster, Orléans und Freiburg. Bis 2019 war sie Professorin für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Sie lehrte zuvor in Freiburg und Gießen und war Gastprofessorin an der University of California at Berkeley, der Maison des Sciences de l'Homme in Paris und der Université Polytechnique Hauts-de-France in Valenciennes. In zahlreichen Büchern und Artikeln hat sie sich immer wieder mit dem 19. Jahrhundert in Frankreich und der Literatur und Kunst in der Moderne befasst. Zuletzt erschien "Der Rausch der Jahre. Als Paris die Moderne erfand" (2019).